Lost in Einöde Amerika

Was war das gestern für ein tolles Wetter am Vormittag! Ich habe mir gegen 10 Uhr die Walkingstöcke geschnappt und wollte mal eben schnell eine Runde im Wald drehen. Offenbar kenne ich mich in unserem „neuen“ Wald noch nicht so gut aus, denn ich bin wohl einmal nicht abgebogen beziehungsweise falsch abgebogen und auf einer Maiswiese mitten im Wald gelandet. Der Mais wurde gerade gehäckselt und abwechselnd auf 2 Traktoren mit Anhänger verladen und im Hintergrund stand ein Häuschen umgeben von Hecken und Bäumen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bemerkt, dass ich keine Ahnung hatte, wo ich gerade war. Aber das Wetter war toll, deshalb bin ich einfach noch ein Stück weiter geradeaus gelaufen. Am Häuschen vorbei. Dort stand auf dem Briefkasten „Einöde Amerika“, da habe ich fast einen Schock bekommen. Ich war ziemlich weit entfernt von dem Weg, den ich eigentlich nehmen wollte und musste erst mal überlegen, welche Richtung ich nun einschlagen muss. Nach weiteren 10 Minuten durch Feld und Flur erreichte ich dann aber die nächste bekannte Straße und bin ohne weitere Wald-Experimente ein ganzes Stück auf dem Radweg in Richtung Städtle gelaufen. Nach einer Stunde war ich wieder daheim, ausgelaugt und durstig, aber auch ein bisschen stolz, dass die große Runde so toll geklappt hat.

Dieser „Ausflug“ hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und meinen Entdeckergeist geweckt. Wir müssen die Gegend hinter dem Haus demnächst unbedingt zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden!

Der September war übrigens doch nicht ganz so blöd, es sind noch ein paar tolle Sachen entstanden:

Zum Beispiel Frederiks Geburtstagsshirt das unbedingt noch eine goldene Krone auf der Vorderseite bekommen muss. Die Farben hat er sich rausgesucht. Das Shirt ist – wie bei Benjamin – „Bene“ von Rockerbuben. Ich liebe es, da kann man so schön mit Farben und Resten arbeiten. Dann das Geburtstagsgeschenk für meine Mama, ein gequilteter Dresdner Teller. Außerdem ein verstürzter Dresdner Teller in rosa-blau – ein UFO aus meiner Patchworkkiste. Meine kurze Yoga.HOSE – zu der ich gerade noch ein Raglan-Shirt mache. Apfelrosen in Blätterteig – endlich mal ein tolles Rezept aus unserer Zeitung.

Und ich habe endlich wieder mit dem Sticken weitergemacht. In einer Kiste liegen nämlich noch viele Stick-UFOs die alle einmal beendet werden wollen. Den Anfang macht ein Kissen mit dicken Fäden, das nimmt in der Kiste am meisten Platz weg und dürfte bald fertig sein… Begonnen habe ich damit übrigens im letzten Oktober bei Benjamins Kita-Eingewöhnung. Also Zeit wird’s!

Ich freu mich auf den Oktober, nächste Woche wird hier Kindergeburtstag gefeiert!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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September…

…mag ich nicht, in diesem Jahr. Schon 2/3 sind vorbei und zu meinem September passt eigentlich nur „Wake me up when september ends“. Bisher war dies der Monat des Auftrennens. Und der Monat des Sports – was ja eigentlich gut ist, aber dadurch wird die Zeit an der Nähmaschine weniger und wenn diese begrenzte Zeit dann auch noch mit Auftrennen, Ändern oder in die Tonne werfen belegt ist, dann hat man das Gefühl, gar nichts mehr zu schaffen…

Also angefangen hat der September gar nicht so schlecht, immerhin sind endlich die Polster für zwei weiße Stühle fertig geworden. Auf einer Seite mit Jeans-Patchwork, auf der anderen mit beschichteter Baumwolle – sehr gut, wenn das Kind drauf sitzt und Essen runtertropft. Leider konnten die Auflagen noch nicht einmal auf dem Balkon getestet werden, da die Temperaturen hier seit drei Wochen gefühlt nicht über 15 Grad kommen. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt 🙂

Dann habe ich noch einen Pulli für Frederik genäht, wir haben Einladungen für seinen Geburtstag gebastelt und bei meinen Projekten war bzw. ist einfach der Wurm drin…

Deshalb beschäftige ich mich gerade mit ganz anderen Sachen: Kürbisrezepte ausprobieren, Geburtstagsgeschenke und -Shirts erstellen, auf dem Balkon meditieren, mit Krippe und Kindergarten zum Wandern und Brotzeiten gehen (denn in diesem Jahr ist das Motto „So leben wir gesund und munter – Fit durch das Kindergartenjahr!“)

Ich hoffe das hilft, um wieder in die richtige Spur zu kommen, es wartet nämlich ein ganz toller Jacquard drauf, in einen Mantel verwandelt zu werden – und dann bitte ohne Auftrennen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

Die Ferien sind aus …

… und hier knirscht es im Gebälk. Also genauer gesagt in meinem rechten Knie. Anfang August war ich noch gespannt, ob ich wenigstens bei meinen 4 Sew-Alongs mitnähen kann. In den Ferien habe ich dann rausgefunden, dass – wenn die Kinder schlafen – ein leises Nähen auf langsamster Stufe durchaus möglich ist ohne das ganze Haus zu wecken. Vom Ausschneiden, Verzieren und Planen ganz zu Schweigen. Ich war also sehr produktiv und habe bei einer spätabendlichen Aktion mein Knie am Nähtisch angeschlagen. Natürlich sofort mit einem Kühler behandelt, aber eine Woche später hat es begonnen, beim Treppensteigen zu knirschen. Und leider ist es bis heute noch nicht verschwunden. Da es im Moment weder Schwellung noch Schmerz gibt kann man leider auch keine weiteren Maßnahmen einleiten, meine Ärztin war jedenfalls zuversichtlich, dass sich das von alleine wieder gibt. Falls jemand schon mal ähnliche Geräusche gehört hat, ich bin für Tipps sehr dankbar!

In den drei Wochen waren wir im Zoo, sehr oft im Freibad, noch öfters im Garten (und haben mit dem Pool mittlerweile drei Stellen im Rasen ruiniert), in der Eisdiele, im Biergarten, Pizzaessen und haben auf dem Balkon UNO gespielt. Geht jetzt auch schon verdeckt 😉

Und genäht habe ich zwei „Packs ein“ von farbenmix in der Variante ohne Verlängerung, eine davon ist ein Geschenk, deshalb wir hier nur ein kleiner Ausschnitt von der blauen Version gezeigt. Die andere trage ich mit Begeisterung 😉

Und zwei Mal die „Mal- und Kreativtasche Claudi“ von SticKUHlinchen, die es auch im Laufe des Nähkongresses im April gab. In der Mädchen- und Jungenversion. Die Jungenversion wurde auch schon in Biergarten und Pizzeria getestet – und für gut befunden. Neben allerlei Malsachen haben nämlich noch ganz viele Autos platz.

So, dann genießen wir die letzten Augusttage noch!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der POÄNG ist wieder schön – Upcycling mit allem Drum und Dran!

Juli – ein Monat voller Geburtstage, Sommerfesten und dem KITA-Jubiläum. Das hat am Samstag bei allerschönstem Wetter mit einem Gottesdienst und anschließendem Tag der offenen Tür stattgefunden und hat Frederik sehr gut gefallen. Er wäre am liebsten noch Stunden lang geblieben um mit seinen Freunden zu spielen. Benjamin haben vor allem die Pommes geschmeckt.

Aber bei all dem Kuchen backen und organisieren habe ich nebenbei ein großes Projekt in Angriff genommen: Rettet den Fernsehsessel!

Wer kennt ihn nicht, den POÄNG? Vor etwa 10 Jahren habe ich einen Fernsehsessel gebraucht und mir einen POÄNG inklusive Hocker geleistet. Leider konnte man den Bezug nicht waschen. Und leider stand der Sessel vor dem Umzug in der Küche, weil das der einzige Ort war, an dem er Platz hatte – unter einem ausklappbaren Tisch, natürlich auch von IKEA. Von dem Tisch ist mir ein Joghurt auf den Stuhl gefallen, und Teeflecken hat er auch abbekommen…

Diesen komischen Bezug gibt es grad gar nicht mehr zu kaufen, die meisten, die jetzt erhältlich sind kann man auch waschen… Hätte ich das mal früher beachtet. Aber Gott sei Dank habe ich eine Anleitung gefunden, selbst einen Bezug zu nähen. Für das Kopf-Kissen mit den Druckknöpfen und den Hocker habe ich selbst was ausgetüftelt. Passt, wackelt, hat Luft, lässt sich verschließen – und vor allem wieder abziehen und waschen 😉 Was will man mehr?

In der Galerie ist somit eine kleine Wohlfühloase entstanden. Die andere Seite muss dafür natürlich noch gründlich entrümpelt und aufgeräumt werden…

Es gibt nun also den Sesselbezug mitsamt Kissen, den Hockerbezug, ein normales Kissen und einen Zeitungsständer aus einer wunderbar weiß-grün-gestreiften Sondergrößen-Bettwäsche. Und wie ich von meiner Mutter erfahren habe, war die auch von IKEA. Passt also 😉

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Als der Sessel fertig war und noch Stoff übrig, habe ich noch schnell einen Zeitschriftenständer genäht. Dieses tolle Tutorial habe ich schon vor drei Jahren gefunden und mir vorgenommen es auch umzusetzen. Endlich hat es geklappt. Natürlich mit mehr Fächern und einer Möglichkeit Stifte und Papier anzubringen – damit man neue Ideen gleich festhalten kann.

Bis demnächst
Sonja 😉

 

Mach 3 aus 1!

Letzten Samstag habe ich noch mal die Anleitung für den Patchworkblock „Pineapple“ durchgelesen und bin bei Gesine auf diese tolle Wendetasche von der Initiative Handarbeit aufmerksam geworden. Da das Zubehör dafür vorrätig war, habe ich am Sonntag das Schnittmuster ausgeschnitten und die Stoffe rausgesucht und gestern Vormittag wurde die Tasche genäht.

Die Tasche kann groß oder klein oder gewendet getragen werden.

Das Schnittmuster besteht aus 2 Teilen, die jeweils für Außen- und Innenstoff zugeschnitten werden müssen. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Verzierungen, Webbänder und Karabinerhaken können problemlos integriert werden. Auf der Website habe ich eine Variante mit Schlüsselanhänger gesehen und beschlossen, dass dieser definitiv eingebaut wird. Am Freitag war nämlich Kita-Grillfest und ich war überzeugt, meinen Autoschlüssel verloren zu haben – Gott sei Dank ist er wieder aufgetaucht. Mit dieser Tasche wäre das nicht passiert 😉

Die Innenseite ist aus beschichteter Baumwolle, also ist der Inhalt auch bei Regen ruckzuck geschützt. Den Stoff „Sugar, Baby?“ von Hamburger Liebe verwende ich sehr gerne, den kann man passgenau ausschneiden und das Werk sieht auch nach dem Zusammennähen sehr harmonisch aus.

Alle die noch mit nähen wollen haben noch bis zum 30.06.2017 Zeit! Also los: Tasche nähen und auf dem Blog oder Pinterest oder Instagram mit dem Hashtag #machdeinding2017 posten!

Bis demnächst,
Sonja 😉

@DORIFE
Diese Tasche eignet sich sehr gut für unseren Weihnachtsworkshop! Sollten wir uns merken 🙂

UPDATE am 30.07.2017

Kann Kunstleder „schlecht“ werden? Meine Aufhängekonstruktion für den Kinderwagen hat nur zwei Wochen gehalten und musste dann wegen Einrissen zur Reparatur. Nach dem Auftrennen der Tasche und Entfernen des Kunstleders habe ich die Taschenteile an den relevanten Stellen noch mit H310 verstärkt und dann ein dickes Gurtband angenäht. Die Kombination aus Kunstleder und Gurtband von der ersten Version war zu optimistisch angebracht, ich habe nämlich unter dem Kunstleder das Snappap vergessen 😉 Mit ziemlicher Sicherheit hätte es sonst gehalten…